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84 Ein­träge
v. T schrieb am 30. Juli 2020 um 11:03:
Nachrich­t­en­text:

Liebe Safiye Can
Ich schreibe Ihnen im Auf­trag mein­er Schwest­er xxx, die Sie seit ein­er Lesung ken­nt. Sie hat mir von Ihnen erzählt, von Ihren Gesprächen, auch über den Mail-Kon­takt seit­dem.

xxx ist vor ca. 10 Tagen von Frankre­ich, wo sie ja lebte, nach Deutsch­land zurück­gekehrt, weil es ihr nicht gut ging und sie sehr abgenom­men hat­te, um hier zu einem ver­traut­en Arzt in xxx zu gehen. Der hat sie gle­ich ins Kranken­haus geschickt, wo man einen Dar­mver­schluss diag­nos­tizierte, der am Fol­ge­tag operiert wurde. Bei dieser Oper­a­tion stellte sich dann raus, dass ein großes Karzi­nom in ihrem Magen den Dün­ndarm block­iert, im Magen schon viele Metas­tasen sind und mit ein­er Heilung nicht zu rech­nen ist. Wenige Tage später gab es eine zweite OP, weil es bei ihr einen Magen­durch­bruch gab. Die OP ver­lief gut, seit­dem erholt sich xxx davon — ist aber unheil­bar krank und wird in abse­hbar­er Zeit über die große Schwelle gehen.

Diese Diag­nose und Nachricht mag erschreck­end sein, aber xxx geht mit ein­er großen Würde und Entspan­ntheit diesen let­zten Weg, für den sie sich klar und ruhig entsch­ieden hat. Sie lehnt jede weit­ere ‘lebenser­hal­tende’ Medi­zin ab und will nur noch eine pal­lia­tive Behand­lung. Wir wis­sen nicht, wie lange sie noch leben wird und haben in der let­zten Woche in unser­er Fam­i­lie für sie eine 24 Stun­den-Betreu­ung organ­isiert. Heute Mit­tag wird sie in die xxx St. xxx-Klinik auf eine Pal­lia­tiv-Sta­tion ver­legt, sollte sie die Zeit noch haben, wollen wir sie Ende der Woche zu meinem Brud­er nach xxx bei xxx nach Hause holen, wo sie ster­ben möchte.

xxx begann von Ihnen zu erzählen, als ich sie fragte, ob sie Lust auf Gedichte, weil sie jet­zt in so einem Raum von Rumi- und Rilke-Tex­ten ist und immer metapho­risch­er spricht. Sie hat daraufhin mit ein­er solchen tiefen Wertschätzung von Ihnen und ihren Gedicht­en gesprochen, dass es mich sehr berührte. Sie betonte, wie wun­der­bar, ihre Arbeit sei, wie kraftvoll ihre Sprach­bilder seien, wie liebevoll den Men­schen zuge­wandt ihre Wahrnehmung und ihr Aus­druck sei — und wie mutig und kom­pro­miss­los sie poli­tisch gegen Entrech­tung für die Würde des Men­schen Stel­lung beziehen.

Sie bat mich, Ihnen das mitzuteilen und Sie wis­sen zu lassen, dass sie im Ster­ben liegt und ger­ade die let­zte Reise in diesem Leben antritt. Und sie sagte mir: “Du kannst sie ja fra­gen, ob sie Lust hat, mir noch ein paar let­zte Worte zum Abschied zu schick­en …”
Wie es ihre Art ist, hat sie diesen Wun­sch gle­ich rel­a­tiviert und hinzu gesagt “nur wenn sie Lust hat, keine Erwartung …”

So gebe ich das jet­zt hier an diese Adresse auf ihrer Web­site weit­er und hoffe, dass Sie diese Nachricht erre­icht. xxx geht mit großer Schön­heit dieser Weg und ist uns darin allen ein Vor­bild. Ich weiß oft nicht, ob ich nicht mehr von ihr bekomme, als ihr zu geben. Und ich fand es so schön, dass sie aus diesem Feld zwis­chen Leben und Tod so tief bezo­gen von Ihnen sprach. Sie haben, glaube ich, ihr Herz sehr berührt.
Ich freue mich, nun auch Ihre Arbeit­en ken­nen­zuler­nen.
Mit her­zlichen Grüßen
xxx
Jonas Sassin schrieb am 3. April 2020 um 16:02:
Heute habe ich “Rose und Nachti­gall” been­det.
Ich hat­te in den let­zten Tagen immer wieder schon mal reingeschnup­pert, aber es war noch nicht soweit, dass der Band von selb­st aus zu mir kam. Deshalb habe ich ihn erst­mal auf einen Stapel gelegt und habe gewartet. Gestern dann riefen die Gedichte nach mir. Es war so ein Tag, an dem es mir mit dem eige­nen Schreiben schw­er fiel, ein Tag, an dem dir alle Worte ent­gleit­en und die Schat­ten anschwellen. Irgend­wann nahm ich dann deinen Gedicht­band zur Hand, und nach und nach spürte ich die Frus­tra­tion von mir abblät­tern. Es war schön, sich auf diese Form der Samm­lung einzu­lassen, und dass die Gedichte ihre eigene Zeit besaßen, in denen die Worte zu wirken began­nen. Manche, wie z.B. “Weniger ist Nichts”, musste ich mehrmals lesen, weil mir meine Ten­denz zum Schlud­ern, zum Über­lesen, zum Schnell-Weit­er-Wollen bewusst wurde, die unser­er heuti­gen Zeit innewohnt. Und ger­ade auch, weil ich sie auf Papi­er vor mir sah, gelang es mir, deinen Worten die Zeit zu geben, die sie braucht­en, um sich in mir zu ent­fal­ten. Und ich wurde ruhiger und ließ es schließlich zu, mich fort­tra­gen zu lassen. Ich bin ein großer Fre­und der Melan­cholie, die ich in deinen Gedicht­en gefun­den habe. Eben­so die schö­nen Sprach­bilder:
Istan­bul, diese Dirne … lese ich verblasste Träume auf und Pflanze sie in Blu­men­töpfe … ändere ich die Anord­nung von Klavier­tas­ten und set­ze sie neu zusam­men … ein Pot­pour­ri aus Stro­phen quillt aus dem Asphalt.

Vie­len Dank dafür!
Dirk schrieb am 31. März 2020 um 23:32:
Ich glaube, in Zeit­en wie diesen, ist es gut sich auszu­tauschen, nicht mit den frus­tri­eren­den Gedanken alleine zu bleiben und wenn möglich auch, gemein­sam zu arbeit­en. Als Kün­stler haben wir Möglichkeit über viele Gren­zen hin­weg kooperieren zu kön­nen, über Herkun­fts­gren­zen, soziale Gren­zen, Gen­er­a­tions­gren­zen, Sprach­gren­zen, Kul­tur­gren­zen, Reli­gion­s­gren­zen. Das ist ein gross­es Priv­i­leg. Ger­ade du schaffst es mehr als fast alle anderen gehypten Lyrik­er, über deine Lyrik und deine offene Per­sön­lichkeit Zugang zu Men­schen ver­schieden­ster Art und Kul­turen zu find­en. Das ist eine Gabe. Das ist sooo viel wert!
Sebana Graf aus Stadtro­da schrieb am 25. März 2020 um 05:13:
Safiye Can ist eine jen­er Autorin­nen, die Lyrik, vom Staub befre­it, ins Hier und Jet­zt geholt haben. Und das macht sie auf ger­adezu einzi­gar­tige Weise, indem sie mit ihren Worten oft sog­ar buch­stäblich Bilder schafft, die man so vorher nie gese­hen, geschweige denn gele­sen, hat. So macht sie Sprache sicht­bar und das auf einen mod­erne Art, der man sich nicht entziehen kann. In ihren Gedicht­en vere­int sie alle Emo­tio­nen, die sie oft zerpflückt, um sie dann ganz neu, an ihren Lyrik­baum zu heften und ihn zum blühen zu brin­gen. Meist genü­gen ihr dafür nur knappe Worte, um eine Wucht zu ent­fal­ten, die im Leser ein Feuer ent­facht, daß sich lei­den­schaftlich in seine Seele bren­nt und ihn antreibt immer weit­er und weit­er, neue Seit­en in ihren Büch­ern aufzuschla­gen, um sich von ihren Worten ver­schlin­gen zu lassen.
Safiye Can schreibt mit Lei­den­schaft und Liebe und all das gibt ihr der Leser gern zurück, indem er dankbar jedes Wort von ihr nimmt und in sich trägt.
Wer noch dazu das Glück hat, ein sig­niertes Buch von ihr zu bekom­men, erhält gle­ich­sam das Geschenk ein­er über­aus liebevoll gestal­teten Wid­mung, wie man sie sel­ten find­et und hat somit gle­ich einen dop­pel­ten Schatz bei sich.
Lest Safiyes Büch­er. Ent­deckt Lyrik. Und staunt über die unbändi­ge Kraft der Worte!
Andi Lat­te aus Frank­furt am Main schrieb am 29. Juli 2019 um 19:01:
Du treib­st mir jedes­mal die Trä­nen in die Augen.
Wenn du sagst: es gibt noch mehr, mehr unter diesem Him­mel
als Trauer, Schmerzen und Gewalt.
Wal­ter Pobaschnig schrieb am 19. März 2018 um 16:38:
Safiye CAN, Kinder der ver­lore­nen Gesellschaft. Gedichte.
Neuer­schei­n­ung, Wall­stein Ver­lag:

“Wohin mit dem Igel
Ein Igel bläht sich vor mir auf
bläht und bläht sich
hebt vom Boden ab
liegt schw­ere­los in der Luft
und schwebt nördlich davon.
Ich blicke dem Igel hin­ter­her und denke
wenn ich jet­zt darüber schreibe
glaubt mir eh wieder kein­er.”

Die vielfach aus­geze­ich­nete Autorin (Prosa/Lyrik — Else-Lasker-Schüler-Lyrikpreis-2016; Alfred-Müller-Felsen­burg-Preis für aufrechte Lit­er­atur 2016) Safiye Can legt mit „Kinder der ver­lore­nen Gesellschaft“ einen Gedicht­band vor, der in direk­ter pointiert­er Sprach­form zu einem Gedankenspazier­gang alltäglich­er Über­raschun­gen und Aufmerk­samkeit­en der umgeben­den Lebens- wie der bewegten Innen­welt ein­lädt.
Es ist die Phan­tasie, mit der sich Can der Real­ität wie der Erfahrung von Welt stellt, und mit der sie sich auf Aben­teuer ein­lässt, die ver­spielte wie gesellschaft­skri­tis­che Aus­gangspunk­te haben. Es ist eine Poe­sie, welche die Buch­staben der Welt ordentlich durch­wirbelt und auf den Kopf stellt. Frische Luft der Sprache, die beim geöffneten Fen­ster des All­t­ags here­in­strömt und ein Lächeln zaubern wie tief nach­den­klich machen kann. Poe­sie mit großer Sprachkraft.

Safiye CAN, Kinder der ver­lore­nen Gesellschaft. Gedichte. Wall­stein Ver­lag Wal­ter Pobaschnig, Wien 3_2018

https://literaturoutdoors.wordpress.com https://literaturoutdoors.wordpress.com/Rezensionen
 
Mari­na schrieb am 29. Novem­ber 2017 um 09:16:
Liebe Safiye,
ich möchte mich bei dir ganz her­zlich für meine so liebevoll sig­nierten Geburt­stagss­chätze bedanken! Und auch all­ge­mein für deine Poe­sie! Sie inspiri­ert und macht Mut und schafft Atmo­sphäre und weckt ver­schieden­ste Gefüh­le! Für mich gehören deine Gedicht­bände – ich erlaube mir hier ein fremdes Zitat zu adop­tieren – zu den Büch­ern, über die man sagt “ich lese wieder” und nicht “ich lese ger­ade”. Und dank dein­er Erzäh­lung weiß ich jet­zt, dass ich ganz­ganz bin und nicht halb­halb! Ich wün­sche dir auch weit­er­hin viel Erfolg auf deinem poet­is­chen (und auch pro­sais­chen!) Weg und freue mich sehr auf deine zukün­fti­gen Werke!
Ganz liebe Grüße, Mari­na
Brit­ta Voß schrieb am 18. Novem­ber 2017 um 14:44:
Liebe Safiye, zu Deinem neuen Buch möchte ich Dir sagen: Danke für ein paar Trä­nen, danke für viele Lächeln, danke, dass Du Deine Gedanken, Deine Worte mit der Welt teilst!
Joachim Laß schrieb am 28. Okto­ber 2017 um 10:27:
\“Wer Büch­er liest,
wie man Fre­unde anhört,
dem wer­den sie sich erschließen
und zu eigen wer­den.
Was er liest, wird nicht ver­fließen
und ver­loren sein,
son­dern bei ihm bleiben und ihm ange­hören
und ihn freuen und trösten,
wie es nur Fre­unde kön­nen.\”
Her­mann Hesse
.….….….….….…

Eine wun­der­schöne kreative Seite,mit tollen Tex­ten.
Danke
Kenan schrieb am 7. Okto­ber 2017 um 10:18:
Hal­lo Safiye, schön dich bei der Lesung in Köln endlich per­sön­lich gese­hen zu haben. Und ich muss ein­fach mal sagen, dass du nicht nur wun­der­volle Texte schreib­st, son­dern auch sehr schön liest. Es war eine tolle Erfahrung und wir wür­den uns freuen, dich bald wieder zu sehen. Und falls du tat­säch­lich mal nach Köln ziehst, du hast hier (min­destens) zwei Fre­unde, die dich willkom­men heißen wer­den. Liebe Grüße…
Anna Gul­czyn­s­ka schrieb am 1. Sep­tem­ber 2017 um 18:55:
Liebe Safiye,
Deine Poet­ik strahlt eine Wärme aus. Es gefällt mir. Zu oft lese ich so kalte Gedichte, da habe ich eine Vorstel­lung, als hät­ten die jun­gen Poet­en mit einem Skalpell das Alpha­bet auf dem Sezier­tisch auseinan­dergenom­men. Bei Dir ist es anders.
Ahmet Yildirim schrieb am 2. Juli 2017 um 18:14:
Liebe Safiye, Du bere­ich­erst unser Leben mit wun­der­schö­nen Gedicht­en, die aus der tiefen Seele kom­men und auch in jenen tiefen See­len dein­er Leser lan­den. Wir sind alle Kinder der ver­lore­nen Gesellschaft und find­en uns in deinen Gedicht­en wieder. Lest Gedichte!
Jean­nette Kaupp schrieb am 29. Juni 2017 um 11:36:
Liebe Safiye,
mich hat dein Langgedicht “Diese Hal­testelle hab ich mir gemacht” sehr berührt. Es ist ein wirk­lich großes Gedicht! Bewun­dern­swert, wie du so unter­schiedliche Bilder und Aspek­te in diesem Liebesgedicht vere­inst. Das lyrische Ich wurde von seinem Geliebten ver­lassen. Dem dadurch aus­gelösten Schmerz und Chaos — metapho­risch wird von Zügen gesprochen, die plöt­zlich von über­all her­fahren, dem lyrischen Ich die Ori­en­tierung nehmen und den Ver­stand rauben — ver­sucht es, mit der Kon­struk­tion ein­er fik­tiv­en Hal­testelle zu begeg­nen. Das Gedicht enthält eine Vielzahl unter­schiedlich­er Bilder aus Erin­nerun­gen, Gedanken und Assozi­a­tio­nen, ähn­lich den vie­len Ein­drück­en, die man im Zug aus dem Fen­ster schauend aufn­immt. Diese Ein­drücke sind mit neg­a­tiv­en Emo­tio­nen ver­bun­den, mit Frus­tra­tionser­leb­nis­sen und Ein­samkeit. Das lyrische Ich find­et jedoch für sich einen Weg, mit diesen neg­a­tiv­en Erfahrun­gen pro­duk­tiv umzuge­hen. Es träumt sich mith­il­fe des Schreibens von Gedicht­en in eine fik­tive Welt. So wird das Schreiben zu ein­er Hal­testelle, ein Gedicht zu ein­er Wolke oder Blume, der Leser — den das lyrische Ich immer wieder anspricht, als ob es mit sich selb­st einen Dia­log führen würde — vielle­icht zum neuen Geliebten.
Ganz her­zliche Grüße und auf bald! Jean­nette
Timur Kay­maz schrieb am 4. Mai 2017 um 18:48:
Liebe Safiye,
Dein neuer Gedicht­band ist am Fre­itag angekom­men. Vie­len Dank dafür.
Die Freude ein neues Buch von Dir in den Hän­den zu hal­ten, hat mich an meine Kind­heit erin­nert. Wenn ich im Alter von 5–7 Jahren ein neues Bat­man Com­ic in den Hän­den gehal­ten habe, war ich genau­so aufgeregt. 😀 Ich wün­sche Dir sehr viel Erfolg mit \“Kinder der ver­lore­nen Gesellschaft\”.
Alexan­dra Müller schrieb am 21. April 2017 um 08:34:
Liebe Safiye,

Von Dir hörten wir zum ersten Mal vor etwa 2 Jahren: unsere Tochter bekam zum Geburt­stag Dein Debut \“Rose & Nachti­gall\” geschenkt. Zu dieser Zeit war sie schon schw­er ver­liebt in ihren F., und sie kon­nte sich sofort in Deine Gedichte hinein ver­set­zen. Ihre Zim­mer­wand ist tapeziert mit Deinen Postern und gestern — an Ella\’s 17. Geburt­stag — durfte sie (wie auch der Rest der Fam­i­lie und ihr F. ) Dich per­sön­lich ken­nen­ler­nen! Es war für uns alle ein sehr beson­der­er Abend! Wenn sie jet­zt Deine Gedichte zu Hause in ihrem Zim­mer liest, wird sie Deine Stimme dabei hören und sich an die beson­dere Art und Weise Deines Vor­trags (mit vollem Kör­pere­in­satz) erin­nern. Vie­len Dank nochmal für Deine beson­deren Geburt­stags­glück­wün­sche.… Dieser Geburt­stag und Du wer­den unvergesslich bleiben!!
Wid­mar schrieb am 1. April 2017 um 14:43:
Wahrschein­lich der schön­ste Gedicht­band dieses Jahres: bild­mächtig, sprachge­waltig, zärtlich, iro­nisch, wütend, rebel­lisch — alles! Safiye Can beherrscht den Hohen Ton eben­so wie die Ironie und das Wort­spiel. Sehr per­sön­lich und zugle­ich all­ge­me­ingültig: Mehr kann man über Poe­sie nicht sagen, mehr nicht von ihr ver­lan­gen. Dieses Buch enthält und trans­portiert eine enorme seel­is­che und lit­er­arische Span­nung. Hab´s in einem Rutsch im Zug auf der Heim­fahrt von der Messe gele­sen und bereue kein Wort. Das ist sel­ten, liebe Safiye. Sehr sel­ten. Dafür danke ich Dir.
Michael Held schrieb am 21. März 2017 um 17:12:
Liebe Safiye Can,
nochmals her­zlichen Dank für Ihre Gedichtvorträge hier bei uns in Bürstadt!
Zu mein­er Anmerkung Ihnen gegenüber, Ihre (Lang-)Gedichte schienen mir fugen-artig, erin­nerten mich an die (Kun­st der ) Fuge (von Johann Sebas­t­ian Bach): Wikipedia erläutert zu der Fuge (in der Musik): \“Kennze­ich­nend für die Fuge ist eine beson­dere Anord­nung von Imi­ta­tio­nen zu Beginn der Kom­po­si­tion: Ein musikalis­ches The­ma wird in ver­schiede­nen Stim­men zeitlich ver­set­zt wieder­holt…\” Das meinte ich, da Sie ja auch \“The­men\” ‑sprich Worte und Wortkom­bi­na­tio­nen- in dem von Ihnen vor­ge­tra­ge­nen Langgedicht in Vari­a­tion wieder­holen, neu anset­zen.
Ihre Kol­lagegedichte sind ja übri­gens auch ganz in musikalis­ch­er Tra­di­tion, näm­lich \“Kom­po­si­tio­nen\”, sprich: Zusam­menset­zun­gen…
Im Nach­gang zu Ihrer Dicher­lesung ist mir übri­gens einge­fall­en, dass es in der deutschen Dich­tung zumin­d­est eine explizite \“Fuge\” in der Lyrik gibt: Die \“Todesfuge\” von Paul Celan. Sie ist zwar sehr düster und the­ma­tisiert das dunkel­ste Kapi­tel in der deutschen Geschichte, ist meines Eracht­ens aber sprach­lich ein Meis­ter­w­erk.
In diesem Sinne wün­sche ich Ihnen weit­er­hin Freude an der sprach­lichen Kom­po­si­tion und Dekla­ra­tion!
Liebe Grüße,
Michael Held
Matthias schrieb am 20. Dezem­ber 2016 um 17:21:
Liebe Safiye, ich erlaube mir du zu sagen. Ich habe die Büch­er gekriegt, habe einige Gedichte von dir gele­sen, sie ein­mal, zweimal gele­sen. Wau! Und cool! Dann ein UPS. Ich musste schmun­zeln, mal anstren­gend nach­denken, dann wieder wurde mein Herz ganz tief berührt. Die Zeilen so fein, so fil­igran, dann direkt und klar, so gren­zend, so weit. Die Hal­testellen. Ich werde mir auch eine bauen. Ja, ich liebe Gedichte, ich liebe deine Gedichte. Du musst ein wun­der­bar­er Men­sch sein.
Lieber Gruss, Matthias
Renate Hen­nig schrieb am 14. Dezem­ber 2016 um 16:29:
Liebe Frau Can,
ich hat­te heute ein so schönes Erleb­nis, dass ich Ihnen das direkt schreiben möchte. Heute Nach­mit­tag habe ich einen 6 Monate alten Jun­gen betreut und ihm Ihre Texte aus den Büch­ern vorge­le­sen, da ich selb­st sehr neugierig war. Er hörte ganz still und mit großen Augen zu und als ich aufhörte, fing er an zu erzählen, das war so süß und bestätigt ein­mal wieder wie wichtig Vor­lesen und Poe­sie über­haupt ist. Ganz her­zlichen Dank nochmals und alles Gute für Sie.
Renate Hen­nig
Timur Kay­maz schrieb am 4. Dezem­ber 2016 um 17:55:
Liebe Safiye, ich habe let­zte Woche die Büch­er “Im Herzen ein Kind in der Tasche ein Revolver” erhal­ten. Danke für die per­sön­lichen Wid­mungen und Deine Mühe. Das Gedichts­band ist sehr schön gelun­gen. Das Design gefällt mir. Und die Gedichte möchte ich gar nicht so schnell lesen, um sehr lange etwas von ihnen zu haben. Klingt irgend­wie komisch, oder? Habe aber tek başı­nalık und son gele­sen. Ich danke dir sehr, dass ich durch Dich immer wieder neue türkische Dichter ken­nen­ler­nen darf. Deine Über­set­zun­gen und Inter­pre­ta­tio­nen wer­den den Orig­i­nalgedicht­en mehr als gerecht. Sie sind ein­fach wun­der­voll! Ataol Berhamoglu muss begeis­tert davon sein. Und die CD mit Euren gele­se­nen Gedicht­en ist eine tolle Idee! Du liest wie immer sehr schön. Ataol Berhamoglu liest seine Gedichte auch toll. Es ist das erste Mal, dass ich etwas anderes als Musik auf meinen MP3-Play­er geladen habe. Sie mor­gens auf dem Weg zur Arbeit zu hören, ist eine ganz beson­dere Moti­va­tion für den Tag. Ich möchte gar nicht wis­sen wie oft du die Nacht zum Tage gemacht hast. Deine Mühe hat sich aber sehr gelohnt. Danke, dass Du uns nicht nur mit Deinen eige­nen wun­der­schö­nen Gedicht­en beschenkst, son­dern uns auch wun­der­volle türkische Dichter näher bringst. Mach bitte weit­er so. Deine Gedichte heilen die Seele. Ich wün­sche Dir weit­er­hin sehr viel Erfolg und Kraft! Grüße aus Berlin Timur