11 Feb

Lesung Frankfurt 2017

Lest Gedicht!
Musikalis­che Lesung, Safiye Can
Sam­stag, 11. Feb­ru­ar 2017
19Uhr
Ort: Diet­rich-Bon­ho­ef­fer-Kirche
Thomas-Mann-Straße 10
60439 Frank­furt
 
Bandbeset­zung: Gitarre: Wolf­gang Mechen­bier, Kon­tra­bass: Tom Schilling
Instru­men­tal-Jazz
 
Ver­anstal­ter: Interkul­turelle Werk­statt e.V. und Diet­rich-Bon­ho­ef­fer-Gemeinde
 
Diet­rich Bon­ho­ef­fer (* 4. Feb­ru­ar 1906 in Bres­lau; † 9. April 1945 im KZ Flossen­bürg) war ein lutherisch­er The­ologe, pro­fil­iert­er Vertreter der Beken­nen­den Kirche und am deutschen Wider­stand gegen den Nation­al­sozial­is­mus beteiligt. Am 5. April 1943 wurde er ver­haftet und zwei Jahre später auf aus­drück­lichen Befehl Adolf Hitlers als ein­er der let­zten NS-Geg­n­er, die mit dem Atten­tat vom 20. Juli 1944 in Verbindung gebracht wur­den, hin­gerichtet.

Begrüßung

Her­zlich willkom­men im Namen der DBG und der IKW zu diesem Abend mit Lyrik von Safiye Can. Eigentlich sollte Christa Hengs­bach hier ste­hen und begrüßen, als Vor­sitzende der Interkul­turellen Werk­statt. Sie hat den Kon­takt zu Safiye Can hergestellt und die heutige Lesung organ­isiert. Lei­der hat sie sich eine so hart­näck­ige Grippe einge­fan­gen, dass sie heute nicht dabei sein kann. Auch und erst recht nicht für das musikalis­che Begleit­pro­gramm, bei dem sie mit zwei Liedern vorge­se­hen war. Wir wün­schen ihr von hier aus baldige ´Besserung!

Zum Glück sind Wolf­gang Mechen­bier (Gitarre) und Tom Schilling (Kon­tra­bass) da und als pro­fes­sionelle Musik­er flex­i­bel genug, um ihren Part entsprechend anzu­passen und instru­men­tal für die musikalis­chen Zwis­chen­töne zu sor­gen, wir begrüßen sie sehr her­zlich!

Ganz beson­ders freue ich mich, heute Safiye Can begrüßen zu dür­fen. Wir kön­nen uns glück­lich preisen, mit ihr eine her­aus­ra­gende Lyrik­erin  unser­er Tage heute hier zu haben. Das bele­gen nicht nur die Preise, die sie bere­its bekom­men hat (u.a. 2016 den „Else-Lasker-Schüler-Lyrikpreis“ und den „Alfred-Müller-Felsen­burg-Preis für aufrechte Lit­er­atur“). Auch die lange Ter­min­liste auf ihrer Web­site mit den vie­len Lesun­gen in diesem Jahr zeigt: sie ist eine viel Gefragte inzwis­chen. Und die einzige Lesung, die in diesem Jahr hier in Frank­furt geplant ist, find­et heute Abend bei uns statt!

Safiye Can ist Dich­terin, Autorin, Lyrik­erin der konkreten und visuellen Poe­sie (was das genau ist, wird sie uns vielle­icht nach­her selb­st nahe brin­gen), und sie ist auch  lit­er­arische Über­set­zerin. Sie ist in Offen­bach am Main geboren als Kind tscherkessis­ch­er Eltern. Ich gebe zu, ich musste mich da erst mal sel­ber schlau machen: Tscherkessen kamen im 19. Jahrhun­dert als Flüchtlinge oder als Ver­triebene vom Kauka­sus in die Türkei und stellen dort eine der größten Min­der­heit­en dar. Reich­lich Migra­tionser­fahrung ist da also mit im Gepäck, was freilich nichts daran ändert, dass Safiye selb­st gebür­tige Offen­bacherin ist.

Sie hat Philoso­phie, Psy­cho­analyse und Rechtswis­senschaft an der Goethe-Uni­ver­sität in Frank­furt am Main studiert und schloss ihr Studi­um 2011 als Jahrgangs­beste ab. Seit 2004 leit­et sie deutsch­landweit erfol­gre­ich Schreib­w­erk­stät­ten an Schulen und grün­dete den „Dichter-Club“. Seit 2010 ist sie Mitar­bei­t­erin der Horst Bin­gel-Stiftung für Lit­er­atur. Sie hat auch schon mehrere Jahre als Regieas­sis­tentin gear­beit­et und sie ist ehre­namtliche Mitar­bei­t­erin bei Amnesty Inter­na­tion­al.

Lest Gedichte: dieses Mot­to, das die Web­site von Safiye Can schmückt, wollen wir heute mit diesem Abend durch bere­its veröf­fentlichte und neue Texte weit­er­ver­bre­it­en.

Ja, der Abend soll Lust machen, Gedichte zu lesen – denn wir brauchen Gedichte, auch und ger­ade in Zeit­en wie diesen.  In Zeit­en der dumpfen Parolen, der Angst­macherei, des zunehmenden Nation­al­is­mus und der Ver­ro­hung unser­er Sprache ist kann Lyrik die Kraft und Schön­heit von Sprache erleb­bar machen, Worte neu verbinden und spielerisch neue  Räume der Men­schlichkeit öff­nen.  Etwas davon hoffe ich wer­den wir heute erleben – willkom­men Safiye Can