15 Sep

Podiumsdiskussion Frankfurt/M. 2018

MAIN LABOR
Sonntag, 15. September 2018, 14-16 Uhr
Evangelischen Akademie Frankfurt a. M.

In der Zukunftswerkstatt MAIN LABOR diskutiert Jamal Tuschick mit den Schriftstellerinnen Safiye Can, Karosh Taha, Meera Jamal, Sandra Gugic, Arta Ramadani, dem Psychologen Tobias Kammann und dem Schriftsteller Max Czollek, was deutschsprachige Gegenwartliteratur heute sein und welche Formen sie in Zukunft entwickeln könnte. Dabei geht es insbesondere um Verschränkungen von Politik, Feminismus, Literatur und Migration vor dem Hintergrund, dass Positionen, die im ausgehenden 20. Jahrhundert die Migrationsdebatte in Deutschland progressiv bestimmten, in den letzten Jahren oftmals wieder aufgegeben wurden. Alte Selbstverständlichkeiten der Zugehörigkeit und einer autonomen Teilhabe haben ihre Gültigkeit verloren. Eine abwehrende Fremdwahrnehmung ignoriert die Vorteile der Differenz und die Chancen kultureller Vielfalt. Es stellt sich die Frage, ob und wie die Literatur solchen Tendenzen entgegenwirken kann. Wie werden Selbst- und Fremdbilder durch Literarisierung beeinflusst? Was ist in dieser Hinsicht passiert in den letzten Jahren? Wie sehen um 1980 geborene Autor*innen die Literaturszene und welche Visionen haben sie für ihre eigenen Arbeiten.

Die Veranstaltung ist ein Werkstattgespräch, das durch den MAIN LABOR-Blog (Internetadresse) vorbereitet wurde und jetzt Fragen konkretisieren und die Diskussion radikalisieren soll. Das Publikum ist eingeladen, zuzuhören und sich durch Kommentare, Impulse und Kritik an der Diskussion zu beteiligen. Das Verfahren dafür wird vor Ort erklärt werden.