Übersetzung

[…] In der Zeit, in der man ein Gedicht über­set­zt, kann man dreiein­halb eigene Gedichte schreiben. In Zahlen for­muliert ist das ein Monat Entste­hung und Bear­beitung, einige Wochen Ruhep­hase und eine Nach­bear­beitung von eini­gen weit­eren Wochen. Kurzum: Eine Tätigkeit für Wahnsin­nige. Aber nur, wenn man in Zahlen denkt. Umgerech­net in Buch­staben ist es eine Arbeit der Weisen, denen Respekt gebührt. Das Große und Men­schliche an dieser ästhetis­chen Dien­stleileis­tung ist in Worten schw­er auszu­drück­en, geschweige denn zu über­set­zen. […]

Aus der Erzäh­lung »Was ein Tag bringt« von Safiye Can